Landesgeschichte
14.000 Jahre Geschichte in Pommern
14.000 Jahre Geschichte der Menschen an der südlichen Ostseeküste präsentieren sich in den historischen Räumen des 1845 errichteten ‚Grauen Klosters’. Auf 550 m² werden die Kultur, das Leben, die Entwicklung der Landschaft, die große Politik, aber auch die bemerkenswerten oder liebenswürdigen Besonderheiten der Region von den ersten menschlichen Spuren in der Altsteinzeit bis zum Vorabend des Dreißigjährigen Krieges erfahrbar gemacht. Rasch werden die jüngeren Epochen bis ins 21. Jahrhundert folgen. In der Urgeschichte ist das älteste von Menschen gefertigte Werkzeug Pommerns oder ein fast 2 kg schwerer Goldring aus den Wirren der Völkerwanderungszeit zu bestaunen. In Erinnerung bleiben sicherlich die Leistungen des slawischen Handwerker, die brennende Tempelburg Arkona, die reiche materielle Kultur der Hansestädte oder die Umwälzungen der Reformation. Höhepunkt der Ausstellung ist der einzigartige, 4 x 7 m große Croy-Teppich aus dem 16. Jahrhundert. Zusammen mit dem über Jahrhunderte in Gebrauch befindlichen Rektorornat der Universität Greifswald lässt dieses Zeugnis der pommerschen und sächsischen Vergangenheit die Kulturregion in neuem Licht erscheinen. Geschichte auf moderne Weise nah gebracht: Zeitzeugen erzählen ihre Sicht der Dinge, darunter berühmte Bischöfe und Herzöge, aber auch eine junge Dorfbewohnerin am Vorabend ihrer Hochzeit. In der Backsteinwerkstatt kann man sich als mittelalterlicher Baumeister üben, als Hansekaufmann auf dem Rechenbrett rechnen oder sich aktiv an der Suche nach der versunkenen Stadt Vineta beteiligen. Zeitgenössische Musikstücke, Hörspiele und Filmsequenzen runden die Ausstellung ab.




