70 Jahre nach Kriegsende

Teilnehmende des Projektes zum Thema Erinnerungs- und Gedenkkultur zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges.
Ein Schulprojekt zum Thema Erinnerungs- und Gedenkkultur zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges.

„Geschichtsvergessen oder geschichtsversessen? Erinnerungs- und Gedenkkultur in Deutschland von 1945 bis heute“

Der 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges wurde im Oktober 2015 von der Kulturreferentin zum Anlass genommen, ein Schülerprojekt zum Thema Erinnerungs- und Gedenkkultur zu organisieren. Vom 12. bis 16. Oktober beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler des Kurt-Körber-Gymnasium aus Hamburg und des Alexander-von-Humboldt-Gymnasium aus Greifswald mit den Folgen und Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs. Besichtigt wurden u. a. die Stiftung Denkmal für die ermoderten Juden Europas, das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit auf dem Gelände des ehemaligen Zwangsarbeitslagers Berlin-Schöneweide, das Jüdische Museum, die Stiftung Topographie des Terrors sowie die Sonderausstellung „1945. Niederlage. Befreiung, Neuanfang. Zwölf Länder Europas nach dem Zweiten Weltkrieg“ im Deutschen Historischen Museum.

Besonders bewegend und emotional war für die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer das im Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße stattgefundene Gespräch mit dem in Ostbrandenburg geborenen Zeitzeugen Joachim Rudolph, der über das Leben im Schatten der Berliner Mauer mit der Gruppe diskutierte und über seine Flucht aus der DDR nach Westberlin erzählte.

Als weiterer Höhepunkt des Programms galt die Vorstellung der Arbeit der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung durch Dr. Andreas Kossert vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingsdebatte in Deutschland und Europa.