Brauchtum in Pommern

Am 25. und 26. November 2018 kamen 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland und Polen zu einem binationalen Arbeitstreffen zusammen, um sich mit der Bedeutung und Entwicklung des Brauchtums in der historischen Region Pommern auseinanderzusetzen – sowohl in der Zeit vor als auch nach 1945.

Die wechselvolle Geschichte der Region, der nahezu vollständige Bevölkerungsaustausch nach dem Zweiten Weltkrieg sowie veränderte staatliche und administrative Grenzen stellen besondere Herausforderungen für die Weitergabe und Pflege regionaler Traditionen dar. In vier parallelen Workshops diskutierten Expert*innen, Praktiker*innen und Projektinitiator*innen über verschiedene Aspekte des immateriellen Kulturerbes:

  • Musik und Tanz

  • Trachten und Handwerk

  • Sprache und Gesang

  • Alltag / Jahreskreisfeste / Familienbräuche

Dabei wurde deutlich: Der Begriff „Tradition“ ist im grenzüberschreitenden Kontext sehr unterschiedlich besetzt – birgt jedoch großes Potenzial für Austausch und Zusammenarbeit.

Ein besonderer Programmpunkt war der Themenabend zu pommerscher Musik und Tanz. Vorgestellt wurden unter anderem Ergebnisse einer Feldforschung in Westpommern durch Dr. Ewa Grochowska sowie Melodien aus dem Pommerschen Volksliedarchiv durch Dr. Dirk Alvermann. Dieses Archiv ist heute am Universitätsarchiv Greifswald angesiedelt und wird derzeit digital erschlossen.

Der zweite Tag diente der Vernetzung, der Entwicklung neuer Projektideen sowie dem Ausloten möglicher Kooperationen. Der Wunsch nach einer Fortsetzung des grenzüberschreitenden Austauschs wurde vielfach geäußert.

Konferenzbroschüre

Konferenzbericht