Am 25. und 26. Oktober 2019 fand in der Książnica Pomorska in Stettin (Szczecin) auf Initiative der Kulturreferentin Dorota Makrutzki die Konferenz „Brauchtum in Pommern – grenzüberschreitend“ statt. Über vierzig Teilnehmende aus Polen und Deutschland kamen zusammen, um sich zu Themen traditioneller Kultur auszutauschen.
Im Zentrum der Konferenz standen dieses Jahr Musiktraditionen, Sagen und Legenden Pommerns sowie traditionelles Handwerk. Die Teilnehmenden erlebten ein abwechslungsreiches Programm aus Vorträgen, Diskussionen, Führungen und Workshops. Ein geführter Rundgang widmete sich der Figur Sidonia von Borcke und ihrer Rolle in der pommerschen Erzählkultur.
Ein besonderer Fokus lag auf der Sammlung der Książnica Pomorska, insbesondere auf volkskundlichen und landeskundlichen Beständen sowie Erinnerungsstücken ehemaliger Einwohner aus Wilna (Vilnius).
Das „Musiklabor“ – ein praxisorientiertes Fachangebot für Musikerinnen und Musiker – ergänzte das Programm ebenso wie ein öffentlicher Konzertabend. In einem Vortrag wurde zudem die Entwicklung der ländlichen Volksmusik in städtischen Kontexten sowie deren politische Instrumentalisierung beleuchtet.
Den Auftakt bildete ein Impulsreferat von Prof. Bogdan Matławski zur Zukunft ethnographischer Forschung an Universitäten.
Die Konferenz setzte ein starkes Zeichen für den nachhaltigen Austausch und die gemeinsame Bewahrung des immateriellen Kulturerbes Pommerns.
Mitorganisatoren der Konferenz waren die Książnica Pomorska, der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern, das Zentrum für Traditionelle Musik am Freilichtmuseum für Volkskunde Schwerin Mueß.