Croy-Teppich wird lebendig - Film

„Croy-Teppich wird lebendig“ - Filmstill
„Croy-Teppich wird lebendig“ - Filmstill

Seit 2005 ist ein außergewöhnliches Kunstwerk im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald für die Öffentlichkeit zugänglich: der um 1554 in Stettin gefertigte Croy-Teppich, eine Leihgabe der Universität Greifswald.

Die prächtig gewebte Tapisserie gilt als das wertvollste erhaltene Kunstwerk des pommerschen Herzoghauses – und als ein herausragendes Zeugnis der Reformationszeit. Nach dem Aussterben der Wolgaster Herzoglinie im Jahr 1625 ging der Teppich in den Besitz von Anna von Croy, der Schwester des letzten Pommernherzogs Bogislaw XIV.. Ihr Sohn, Ernst Bogislaw von Croy, vermachte den Teppich der Universität Greifswald mit einer besonderen Bedingung: Alle zehn Jahre solle eine Gedenkfeier zu Ehren seiner Mutter Anna von Croy abgehalten werden – eine Tradition, die seit über 300 Jahren Bestand hat.

Die für den 7. Juli 2020 geplante 31. Croy-Feier musste pandemiebedingt entfallen. Um das historische Vermächtnis dennoch zu würdigen, wurden für das Jahr 2021 digitale Formate entwickelt. Mit finanzieller und organisatorischer Unterstützung der Kulturreferentin für Pommern und Ostbrandenburg entstand dabei der Kurzfilm „Croy-Teppich wird lebendig“.

Der Film feierte am Todestag Anna von Croys, den 7. Juli  2021 Premiere, und ist seither mit polnischen Untertiteln online zugänglich und wird regelmäßig im Rahmen der museumspädagogischen Arbeit eingesetzt – ein gelungenes Beispiel für grenzüberschreitende Erinnerungskultur im digitalen Raum.