Deutsch-Polnischer Austausch im Naturbildungszentrum „Smaragd“ in Stettin
Im Naturbildungszentrum „Smaragd“ in Stettin (Ośrodek Edukacji Przyrodniczej „Szmaragd” w Szczecinie) fand vom 12. bis 15. Mai 2025 eine deutsch-polnische Begegnung für Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf statt. Die langjährige Kooperation zwischen dem Evangelischen Schulzentrum „Martinschule“ in Greifswald und dem Sonderschulzentrum in Falkenwalde (Specjalny Ośrodek Szkolno-Wychowawczy w Tanowie) besteht bereits seit 16 Jahren und wurde von Beginn an durch die Kulturreferentin für Pommern und Ostbrandenburg begleitet.
Das diesjährige Thema lautete: „Flora und Fauna am Smaragdsee“. Die Jugendlichen beschäftigten sich mit dem Zusammenspiel von Mensch und Natur und lernten den Unterschied zwischen einem Landschaftspark und einem Nationalpark kennen. Spielerisch wurde zudem die Geschichte der industriellen Kreideförderung am Smaragdsee vermittelt.
Der Smaragdsee (Jezioro Szmaragdowe) ist ein kleiner, smaragdgrün schimmernder See im Süden Stettins. Er entstand Anfang des 20. Jahrhunderts im Kalksteinbruch, als eine Grundwasserader verletzt wurde. Der hohe Gehalt an Mineralien im Wasser verleiht dem See seine charakteristische Farbe. Heute ist der See ein beliebtes Naherholungsgebiet mit zahlreichen Wanderwegen, einer beeindruckenden Aussichtsterrasse und reicher Tier- und Pflanzenwelt – ein idealer Lern- und Erlebnisort für naturpädagogische Programme wie diesen Austausch.
Ein vielfältiges Programm mit Integrationsspielen, Bastelangeboten und kreativen Workshops sorgte für Abwechslung und regte zum Mitmachen an. Dabei konnten die Teilnehmenden nicht nur neue manuelle Fähigkeiten entwickeln, sondern auch ihre kommunikativen Kompetenzen im interkulturellen Austausch stärken. Für die fachliche Begleitung sorgte das Team des Landschaftsparks der Wojewodschaft Westpommern (Zespół Parków Krajobrazowych Województwa Zachodniopomorskiego), das als Gastgeber wertvolle Einblicke in die regionale Naturbildung vermittelte.
Ein besonderer Dank gilt allen Pädagoginnen und Pädagogen beider Länder, die mit großem Engagement, Geduld und Herz zur gelungenen Durchführung beigetragen haben. Ihre einfühlsame Begleitung, die kreative Gestaltung der Angebote und die vertrauensvolle Zusammenarbeit haben diese Begegnung erst möglich gemacht. Danke für Ihren Einsatz, Ihre Offenheit und Ihre Bereitschaft, den Jugendlichen eine solche wertvolle Erfahrung zu ermöglichen!
Das Programm der Begegnung wurde aus den Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. Organisiert wurde die Begegnung durch die Kulturreferentin für Pommern und Ostbrandenburg.