Die Galerie der Romantik öffnet ihre Türen!

Blick in einen dunklen Raum. Eine junge Frau, von hinten gesehen, bedient ein Pult. An der Wand eine breite Projektion: Caspar David Friedrichs Mönch am Meer. Hinten sieht man einen weiteren Raum mit Gemälde an der Wand.
Installation „Der Norden“. Foto: Asja Caspari

Die lang ersehnte Galerie der Romantik öffnet ihre Türen! Nach den überaus erfolgreichen drei Sonderausstellungen im Jubiläumsjahr 2024 stellt die neue Ausstellung den weltweit bekanntesten Maler des 19. Jahrhunderts Caspar David Friedrich dauerhaft in den Mittelpunkt. 

Staatsminister für Kultur und Medien Dr. Wolfram Weimer erklärte: „Die Galerie der Romantik macht sichtbar, was Caspar David Friedrich für Deutschland bedeutet – und verankert sein Werk dauerhaft im kulturellen Gedächtnis. Mit der neuen Galerie der Romantik erhält Greifswald einen Kulturort von nationaler Strahlkraft. Der Bund hat dieses Projekt gern mit 6,73 Millionen Euro ermöglicht – ein klares Zeichen für die Stärkung kultureller Infrastruktur in der Fläche.“

Das Pommersche Landesmuseum wird seit dem 1. November 2025 institutionell in neuer Zuständigkeit durch das Bundesministerium des Innern gefördert. Der Parlamentarische Staatssekretär Christoph de Vries betonte: „Die Kulturförderung nach §96 BVFG wird im BMI gebündelt und gestärkt, so wie es der Koalitionsvertrag vorsieht. Ziel unserer umfangreichen Förderung der Bundesbaumaßnahme ist, Greifswald dauerhaft zur Caspar-David-Friedrich-Stadt und sein Landesmuseum zum kulturellen Leuchtturm der Romantik im Norden zu machen."

Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern sagte: „In der neuen Galerie der Romantik wird Caspar David Friedrich mit modernen Mitteln neu erlebbar. Dazu gehören auch seine Verbindungen in andere Länder des Ostseeraums, zum Beispiel nach Dänemark. Ich bin sicher, dass die Galerie verschiedenste Menschen aller Generationen anziehen wird. Hoffentlich auch solche, die nicht häufig ins Museum gehen. Ein außergewöhnlicher Bildungs- und Erlebnisort.“

Dr. Stefan Fassbinder, Oberbürgermeister der Universitäts- und Hansestadt Greifswald erklärte: „Die Galerie der Romantik ist ein unschätzbarer Gewinn für Greifswald. Mit ihrer vom großartigen Team des Museums konzipierten modernen Gestaltung wird sie erfolgreich an das Caspar-David-Friedrich-Jubiläumsjahr anknüpfen und weithin für Inspiration und Begeisterung sorgen.“ 

Dr. Ruth Slenczka, Direktorin des Pommerschen Landesmuseums: „Die Galerie der Romantik ist für das Pommersche Landesmuseum ein Meilenstein: Man wird Caspar David Friedrich in Greifswald erleben wie nie zuvor. Ergänzt wird das Ausstellungshighlight durch eine großzügige Schenkung: Der namhafte Friedrich-Forscher Prof. Dr. Helmut Börsch-Supan hat dem Museum sein gesamtes den Maler betreffendes Material übergeben und Greifswald dadurch auch für die wissenschaftliche Beschäftigung mit Caspar David Friedrich nachhaltig gestärkt.“

Dr. Birte Frenssen, Kuratorin im Pommerschen Landesmuseum: „Es ist großes Glück und zugleich Herausforderung, Caspar David Friedrich in seiner Geburtsstadt noch einmal tiefer vorzustellen: als originellen Künstler, der weit über die bloße Naturdarstellung hinausgeht, und als Menschen in bewegten Zeiten, der für individuelle und gesellschaftliche Freiheit einsteht.“

Gregor Sunder-Plassmann, Architekt: „Für uns Architekten ist die Galerie der Romantik der krönende Abschluss des Pommerschen Landesmuseums. Die Galerie der Romantik liegt vor Kopf der fast 70 m langen Museumshalle, im wunderschönen Quistorpbau, einem Schulbau, welcher 1793 von Johann Quistorp, dem Lehrer Caspar David Friedrichs, errichtet wurde. Auftakt und Einführung bildet eine neue, über dem Chorraum der ursprünglichen Franziskanerkirche errichtete, 8 m hohe Kapelle. Wie im gesamten Pommerschen Landesmuseum inszeniert die Architektur auch hier Weite und Enge, Licht und Dunkelheit: 
Der Besucher tritt von der tageslichtdurchfluteten Museumshalle durch ein hohes, schmales Tor in die völlige Dunkelheit der Kapelle – hier beginnt die Welt Caspar David Friedrichs!“

Jan Schmelter, ART+COM Studios, Berlin: „In unserer Doppelrolle als Ausstellungsgestalter und Künstler haben wir eine interaktive Installation entworfen, die Friedrichs beeindruckende Lichtstimmungen zeitgemäß interpretiert und für alle Besucher*innen unmittelbar erfahrbar macht. Das Werk verbindet Technologien wie Kinetik und generative Bilderzeugung mit einem ruhigen, poetischen Zugang. Durch die großartige Zusammenarbeit mit dem Museumsteam konnten wir historische Inhalte in moderne Ausstellungsformate übersetzen, die offen, zugänglich und für alle erlebbar sind.“

 

Informationen zur Ausstellung

Die neue Galerie der Romantik stellt den weltweit bekanntesten Maler des 19. Jahrhunderts Caspar David Friedrich in den Mittelpunkt. Der in Greifswald geborene Pommer erweckt mit seinen Landschaftsbildern bis heute Sehnsucht. 

Unter dem Titel „Ad lumen. Ausblicke ins Unendliche“ stimmt die sogenannte Kapelle die Gäste zu Beginn mit einem einzigartigen multimedialen Kunstwerk auf Friedrichs poetische Bildwelt ein. Entlang eines Rundgangs lässt sich erkunden, wie Friedrichs Bilder Form annahmen, was für ein Mensch der Seifensiedersohn war und wie unterschiedlich seine Werke seit ihrer Entstehung gedeutet wurden. 

Originale laden zur Vertiefung ein. In einem Grafikkabinett können nun auch einzelne Blätter aus dem umfangreichen Bestand der lichtempfindlichen Caspar-David-Friedrich-Grafiken ausgestellt werden. Der große Kreis der Freunde und Weggefährten, wie Philipp Otto Runge, Johan Christian Dahl oder Carl Gustav Carus, ist mit eigenen Kunstwerken vertreten. 

Am Ende steht Friedrichs neuer Blick auf die Landschaft im Norden. Er berührt und macht neugierig auf die pommersche Küstengegend mit ihrer großen Weite und den lichten Himmeln. Am Ende des Rundgangs steht ein partizipatives Element: Ein Bildschirm präsentiert Landschaftsfotografien mit Friedrich-Momenten aus dem heutigen Mecklenburg-Vorpommern. Sie wurden aus einer Fülle von Einsendungen ausgewählt. 

Im Obergeschoss richtet sich der Blick nach Norden und nach Süden. Hier wird auch eine Auswahl der dänischen Werke aus der Schenkung Christoph Müller präsentiert.

 

Öffnungszeiten

Di–So 10–17 Uhr. Die Galerie der Romantik befindet sich im Pommerschen Landesmuseum, Rakower Str. 9, 17489 Greifswald. 
Ausnahmen an den Feiertagen: 24. und 31.12. geschlossen. 25. und 26.12. 13–17 Uhr. 01.01. 11–17 Uhr. 

Sparen im Museum: Die Sparkasse Vorpommern übernimmt 2,00 € vom Ticketpreis für die ersten 1000 Besucher*innen der Galerie der Romantik!

Wohin mit Kindern? Im Winter ins Museum! Die Sparkasse Vorpommern übernimmt von Januar bis März die Eintrittskosten für alle Kinder, die mit ihren Familien die Galerie der Romantik besuchen.

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Wir danken den Förderern der Ausstellung

Der Bau wird gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Im Rahmen des Interreg-Projekts „Gemeinsame Wege zur Kunst in Pommern“ wird das Projekt durch die Europäische Union mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert und gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern, den Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern und das östliche Mecklenburg und das Marschallamt der Wojewodschaft Westpommern (Województwo Zachodniopomorskie). 

Für weitere Unterstützung des Projekts danken wir der Gesellschaft zur Förderung des Pommerschen Landesmuseums e.V. sowie zahlreichen weiteren Unterstützern.

Das Pommersche Landesmuseum wird institutionell gefördert durch das Bundesministerium des Innern, das Ministerium für Kultur, Wissenschaft, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern sowie die Universitäts- und Hansestadt Greifswald.

 

Impressum zur Ausstellung

Gesamtleitung: Dr. Ruth Slenczka, Dr. Uwe Schröder (bis 2021)
Ausstellungsleitung: Dr. Birte Frenssen
Konzeption: Dr. Birte Frenssen, Nico Karge, Henriette Maxin
Controlling: Kathrin Bandemer
Kommunikation: Julia Kruse, Pauline Kudell
Bildung und Vermittlung: Ines Darr, Korinna Friedrichs
Haus- und Ausstellungstechnik: Sven Giersberg, Kai Kornow
Unterstützende Mitarbeit: Hannes Fiedler, Ann-Christin Kroeger, Marie Lührs, Ralf Pleul, Mario Scarabis, Heiko Wartenberg (†)

Architekturbüro: Sunder-Plassmann Architekten
Ausstellungsgestaltung und Medienkunst: ART+COM Studios, Berlin, 
mit den Partnern NEOANALOG, KLING KLANG KLONG, MKTengineering und id3d-berlin
Landschaftsfotografie (Projektion): Thomas Grundner
Ausstellungsplakat: Grafikagentur – Agentur für Werbung und Design (auf Grundlage eines Motivs der ART+COM Studios, Berlin)
Besonderer Dank: Prof. Dr. Helmut Börsch-Supan, Prof. Dr. Kilian Heck

 

Weitere Angebote zur Ausstellung

Führungen

Regelmäßig werden öffentliche Führungen angeboten. Daneben gibt es buchbare Angebote für Gruppen:

Führung durch die Galerie der Romantik: Caspar David Friedrich sehen

Ein multimediales Kunstwerk stimmt auf Caspar David Friedrichs poetische Bildwelt ein. Erleben Sie mit, wie seine Bilder Form annahmen, vertiefen Sie sich in die Originale und erfahren Sie, was für ein Mensch der Seifensiedersohn aus Schwedisch-Pommern war.
Dauer: Wahlweise 1 Stunde oder 1,5 Stunden. Weitere Führungsangebote auf unserer Homepage.
Buchung: Hannes Fiedler | +49 (0) 3834 83 12 0 | service{at}pommersches-landesmuseum.de

Zur Führung

Museumspädagogisches Angebot: Zu Besuch bei Caspar

Die Kanarienvögel Roman und Tik begleiten uns in die Galerie der Romantik. Nach einer medialen Einstimmung erfahren wir Wissenswertes aus dem Leben des in Greifswald geborenen Malers, Grafikers und Zeichners Caspar David Friedrich.
Angeregt durch die Bilder Friedrichs und seiner Freunde und Weggefährten schaffen wir im Atelier unsere eigenen Werke.
Ab 5 Jahren | 1,5 Stunden | Kosten: 4,50 € pro Kind/Schüler*in
Buchung: Korinna Friedrichs | +49 (0) 3834 83 12 22 | friedrichs{at}pommersches-landesmuseum.de

Zum Angebot

Publikation und Audioguide

Eine Publikation zur Ausstellung entsteht im Rahmen des Interreg-Projekts „Gemeinsame Wege zur Kunst in Pommern“. Sie soll 2027 erscheinen. Auch ein begleitender Audioguide auf Deutsch, Englisch und Polnisch ist in Planung.

 

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