Die Kaschubei – Gertruda Kowalik erzählt

Das Interview mit der Kaschubin Gertruda Kowalik ist ein beeindruckendes filmisches Zeugnis über das Leben in der Kaschubei vor und nach dem Zweiten Weltkrieg.
Stiftung KARTA realisierte den Dokumentarfilm mit Gertruda Kowalik „Jô so ùrodzala w Réwie“.

Die (West-)Kaschubei, am Rande des historischen Pommerns gelegen, gehört zu den faszinierendsten Regionen im heutigen Polen. Die einmalige geografische Lage ließ die Kaschubei ihren ursprünglichen und kulturell hochinteressanten Charakter bewahren.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die im November 2015 im Rahmen des Festivals polnischer Kultur „polenmARkT“ stattfand, stand die Reflexion über das Verhältnis zwischen den Kaschuben und ihren deutschen wie polnischen Nachbarn, aber auch die Erinnerung an das Leben zwischen zwei Kulturen vor und nach 1945.

Ausgangspunkt für die anschließende Diskussion und das Gespräch mit dem Publikum bildete der in Kooperation zwischen dem Nationalmuseum Stettin (Szczecin) und dem Pommerschen Landesmuseum Greifswald mit Unterstützung der Stiftung KARTA realisierte Dokumentarfilm „Jô so ùrodzala w Réwie“ (D/PL 2014, Regie: Andrzej Hoja, ca. 25 Min.). Das Interview mit der Kaschubin Gertruda Kowalik ist ein beeindruckendes filmisches Zeugnis über das Leben in der Kaschubei vor und nach dem Zweiten Weltkrieg. In Ausschnitten wird es im letzten Abschnitt der landesgeschichtlichen Dauerausstellung des Pommerschen Landesmuseums Anwendung finden.

Am Gespräch nahmen die von der Kulturreferentin eingeladenen Kaschubei-Kennerinnen und -Kenner aus Deutschland und Polen teil. Es diskutierten Dr. Miłosława Borzyszkowska-Szewczyk, Universität Danzig (Gdańsk), Vorstandsmitglied des Kaschubischen Instituts in Danzig (Gdańsk) und der Günter-Grass-Gesellschaft in Danzig (Gdańsk) und Roland Borchers, Koordinator des Projektes „Erinnerung und Identität in der Kaschubei“ an der Freien Universität Berlin. Es moderierte Dr. Christian Pletzing, Direktor des Akademiezentrums Sankelmark.