Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Die Universität Greifswald und die Universitäts- und Hansestadt Greifswald luden ein am 27. Januar 2025 zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Gedenkveranstaltung fand in diesem Jahr im Pommerschen Landesmuseum statt.
Die Universität Greifswald und die Universitäts- und Hansestadt Greifswald luden ein am 27. Januar 2025 zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Gedenkveranstaltung fand in diesem Jahr im Pommerschen Landesmuseum statt.

Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Truppen die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz. Etwa eine Million Menschen waren hier grausam gequält und ermordet worden, weil sie dem Bild einer auf Rassenwahn beruhenden Ideologie nicht entsprochen oder weil sie sich den Nationalsozialisten widersetzt hatten. Seit Bundespräsident Roman Herzog den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus 1996 ausrief, widmen die Universität und die Universitäts- und Hansestadt Greifswald den 27. Januar jeweils einer besonderen Opfer­gruppe. Die Veranstaltung 2025 fand im Pommerschen Landesmuseum statt und widmete sich Überlebenden des Holocaust. 

Im Rahmen der Gedenkveranstaltung befasste sich PD Dr. Frank Möller mit den unterschiedlichen Gruppen innerhalb der jüdischen Überlebenden, versuchte diese auch zahlenmäßig zu erfassen und besonders auf deren weiteren Lebensweg einzugehen. Dr. Axel Doßmann stellte in seinem Vortrag die Erinnerungserzählungen von jüdischen Jugendlichen in den Fokus. Befragt worden sind diese jungen Frauen und Männer 1946 durch den Chicagoer Psychologen David P. Boder. Seine über 180 Tondrahtspulen bilden die weltweit früheste Sammlung von Audio-Interviews zur Shoah. Darunter zum Beispiel die Erzählungen von Roma Tscharnobroda (Czarnobroda), Raisel Meltzak oder Avraham Kimmelmann, die der Referent eindrucksvoll zu Gehör gebracht hat.

Diesen lehrreichen Abend vervollständigten die von Emanuel Beyrich, Sabine Lange, Alexander Girod, Mareike Kruse und Johannes Alms (Musikschule Greifswald) dargebotene Werke von Claude Debussy, David Zehavi und Oxana Krut.

Eine Veranstaltung der Universität Greifswald und der Universitäts- und Hansestadt Greifswald

Zum diesjährigen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Zu David P. Boders Archiv: Voices of the Holocaust

Zur Projektwebseite der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit Einblicken in David P. Boders Forschung