Medienprojekt mit Journalistinnen und Journalisten

Teilnehmende der Reise: Pommern medial. Deutsche und polnische Journalisten auf der Suche nach der gemeinsamen Verantwortung für ihre Region.
Teilnehmende der Reise: Pommern medial. Deutsche und polnische Journalisten auf der Suche nach der gemeinsamen Verantwortung für ihre Region.

„Pommern medial. Deutsche und polnische Journalisten auf der Suche nach der gemeinsamen Verantwortung für ihre Region“ – Journalistenreise

Im September 2015 rief die Kulturreferentin Journalistinnen und Journalisten aus Deutschland und Polen auf, an einer eigens für diese Zielgruppe konzipierten Studienreise teilzunehmen. Das Projekt thematisierte die Geschichte und Gegenwart der vor 70 Jahren durch eine Grenze geteilten Region Pommern. Gerade angesichts der aktuell geführten Debatte um Europas Selbstverständnis als Wertegemeinschaft stehen die Grenzregionen vor großen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen.

Ziel der Studienreise war ausgehend von der wechselvollen Geschichte der Region, zu der auch die Erfahrung von Flucht, Vertreibung und Zwangsmigration gehört, die Anregung der medialen Diskussion über die Praxis des nachbarschaftlichen Zusammenlebens entlang der deutsch-polnischen Grenze heute. Ein weiteres Ziel der Studienreise war die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Journalistinnen und Journalisten aus dem deutschen und polnischen Teil der Region. Für das Projekt, das vom 14. bis 18. September realisiert wurde, konnten Vertreterinnen und Vertreter folgender Medien gewonnen werden: NDR Rundfunk, NDR Fernsehen, Funkhaus Europa, Märkische Oderzeitung, Nordkurier, Deutschlandradio/Kulturradio RBB, Dziennik Bałtycki, Zeitschrift „Pomerania“, Radio Szczecin, Radio Kaszëbë, Zeitschrift „Płyń pod Prąd“, Głos Szczeciński, Kurier Szczeciński „Przez granice“ und der Verein „Czas, Przestrzeń, Tożsamość“. Zudem wurde die Gruppe von einer externen Publizistin aus Warschau begleitet, die als Moderatorin wirkte.

Die Bedingung für eine Teilnahme am Projekt war einerseits die Erfahrung im internationalen, vorzugsweise deutsch-polnischen, Journalismus, andererseits die Bereitschaft während oder im Nachgang der Reise mind. einen Beitrag zu einem gewählten Programmpunkt der Reise zu veröffentlichen. Auf diesem Wege sollten Presseartikel, Reportagen, Radiobeiträge etc. entstehen, die in den wichtigsten regionalen und überregionalen Medien in Deutschland und Polen veröffentlicht werden und somit den Bekanntheitsgrad der Kulturlandschaft Pommern in der Öffentlichkeit steigern. Zu den Stationen, die in das Reiseprogramm Eingang fanden und mit der Gruppe bereist und besucht werden konnte, zählten das Pommersche Landesmuseum, der Demokratieladen Anklam, die Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Golm, das Kulturhaus Greifenhagen (Gryfino), der Verein „Terra Incognita“ in Königsberg in der Neumark (Chojna), das Diologzentrum „Umbrüche“ in Stettin (Szczecin), das Museum für pommersche Volkskultur in Schwolow (Swołowo), das Westkaschubische Museum in Bütow (Bytów) sowie das Europäische Solidarność-Zentrum in Danzig (Gdańsk).

Im Rahmen der u.d.T. „Pommern medial. Deutsche und polnische Journalisten auf der Suche nach der gemeinsamen Verantwortung für ihre Region“ realisierten Journalistenreise konnten die in den letzten Jahren durch die Kulturreferentin auf- und ausgebauten Kontakte zu lokalen, regionalen und überregionalen Medien genutzt werden. Angesichts der aktuell höchst umstrittenen Entscheidungen der neuen polnischen Regierung in Bezug auf die Pressefreiheit kann es in der Zukunft von großer Relevanz sein, gerade die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Journalistenkreisen aus Deutschland und Polen zu stärken und durch entsprechende Projektformate zu fördern.

Das Projekt wurde von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.