Neues Projekt: Geschichte im Dialog

Schwarz-Weiß-Fotografie, ein Mann steht in einem weißen Hemd und mit ernstem Blick vor einer Mauer
Kazimierz Piechowski in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, Fotografie: Stefan Hanke

Das Pommersche Landesmuseum und die Universität Stettin starten ein neues Projekt: „Geschichte im Dialog. Aufarbeitung von NS-Verbrechen in Pommern“. Das Interreg-Projekt wird durch die Europäische Union mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert. Gemeinsam nehmen das Greifswalder Museum und das Historische Institut in Stettin die Geschichte des Nationalsozialismus in den Blick. Grenzüberschreitend werden Forschung und Vermittlung miteinander verbunden.

In Greifswald steht die Wanderausstellung „KZ überlebt. Porträts von Stefan Hanke“ im Fokus. Bei begleitenden Vorträgen und Veranstaltungen werden Bezüge zur nationalsozialistischen Geschichte in Pommern gezogen.

Der Fotograf Stefan Hanke dokumentierte das Zeugnis von Holocaustüberlebenden. So nahm er ein ausdrucksstarkes Porträt von Kazimierz Piechowski in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau auf. Piechowski wurde bereits im November 1939 wegen seiner Mitgliedschaft bei den Pfadfindern verhaftet und im Sommer 1940 ins Konzentrationslager Auschwitz verschleppt. Das berührende Porträt von Piechowski wird zusammen mit weiteren Schwarz-Weiß-Fotografien vom 22. Januar bis 06. Juni 2027 im Pommerschen Landesmuseum zu sehen sein. Erstmals wird die Wanderausstellung „KZ überlebt. Porträts von Stefan Hanke“ in Mecklenburg-Vorpommern gezeigt.

In der Dauerausstellung „Pommern – Land am Meer“ sind zahlreiche Zeitzeug*innen aus dem 20. Jahrhundert zu hören. Die gemeinsame, deutsch-polnische Kuration und Forschung wird mit dem neuen Projekt fortgesetzt.

Zum Förderprojekt

Zur Ausstellung „KZ überlebt“