Pommerntreffen in Anklam

Das Zespół Pieśni i Tańca Pyrzyce erhielt eine Schenkung: die in Handarbeit rekonstruierte Stadtmauer von Pyritz mit den dazugehörigen Türmen. Die Gruppenleiterin nahm das Geschenk auf der Bühne entgegen.
Das Zespół Pieśni i Tańca Pyrzyce erhielt eine Schenkung: die in Handarbeit rekonstruierte Stadtmauer von Pyritz mit den dazugehörigen Türmen. Die Gruppenleiterin nahm das Geschenk auf der Bühne entgegen. Foto: Dorota Makrutzki

Beim Pommerntreffen in Anklam am 11. April 2026 stellte die Kulturreferentin für Pommern und Ostbrandenburg das Heft „Fragen an früher“ vor. Die Publikation kann als Leitfaden für Gespräche über persönliche Erinnerungen dienen. Sie richtet sich an Menschen, die ihre Familiengeschichte oder Erlebnisse im Freundes- und Nachbarschaftskreis festhalten möchten. Viele haben den Wunsch, prägende Erfahrungen aus Kindheit und Jugend zu bewahren – oft fehlt jedoch ein klarer Einstieg. Das Heft bietet hierfür eine niedrigschwellige Orientierung.

Das Pommerntreffen in Anklam präsentierte sich erneut als Ort der Begegnung und des Austauschs. Zahlreiche Initiativen und Engagierte stellten ihre Arbeit vor und trugen zu einem abwechslungsreichen Programm bei, das die Besucherinnen und Besucher gleichermaßen unterhielt und bewegte. Musikalisch und kulturell wurde die Veranstaltung gestaltet vom 1. Pommerschen Blasorchester Wolgast, der Volkstanzgruppe aus dem Pyritzer Weizacker (Zespół Pieśni i Tańca Pyrzyce). Darbietungen aus der Kaschubei (Kaszubski folklor ze Słupska) sowie vom Shanty-Chor Insel Usedom e. V. ergänzten das Programm.

Herr Manfred Schukat, BdV MV, begrüßte als Gastgeber die im Volkshaus Anklam versammelten zahlreichen Gäste. Friedhelm Schülke, BdV MV, moderierte und unterhielt das Publikum mit spannenden Geschichten und Anekdoten. Weitere Grußworte übernahmen Museumsdirektorin Dr. Ruth Slenczka, Staatssekretär Philipp Amthor MdB, Propsteipfarrer Bernhard Riedel, Detlef Rach, Irena Hirsch, Peter Nycz und Dr. Günther Jikeli. Charmante Gastgeber ließen alle Anwesenden sich wohlfühlen und sorgten für eine einladende Atmosphäre. Die Veranstaltung wurde so zu einem gelungenen Treffen, das durch lebendige Beiträge, anregende Gespräche und ein spürbares Gemeinschaftsgefühl geprägt war.

Bericht: Dorota Makrutzki

Über das Pommerntreffen in Anklam wurde nicht nur in der Presse berichtet, sondern auch in den Gremien der Heimatvertriebenen auf der Webseite des Stolper Heimatkreise e.V. und innerhalb der deutschen Minderheit beim Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen thematisiert und gewürdigt.

 

Die jungen Tänzerinnen und Tänzer der Tanzgruppe begeisterten das Publikum mit ihrer ansteckenden Freude am Tanz.
Die jungen Tänzerinnen und Tänzer der Tanzgruppe begeisterten das Publikum mit ihrer ansteckenden Freude am Tanz. Foto: Dorota Makrutzki
Die Kaschubei mit ihren Liedern, Sitten und ihrem Kunsthandwerk bildete in diesem Jahr einen besonderen Themenschwerpunkt beim Pommerntreffen.
Die Kaschubei mit ihren Liedern, Sitten und ihrem Kunsthandwerk bildete in diesem Jahr einen besonderen Themenschwerpunkt beim Pommerntreffen. Foto: Dorota Makrutzki
Die Baptistenkirche in Stettin stellte das historische Baptistenseminar in Stettin-Finkenwalde (Szczecin Zdroje) vor.
Die Baptistengemeinde in Stettin stellte das historische Seminarhaus in Stettin-Finkenwalde (Szczecin Zdroje) vor. Foto: Dorota Makrutzki