Vom 17. bis 21. September 2018 fand eine besondere Wanderreise in den polnischen Karkonosze (Riesengebirge) statt, die den Wirkungsraum des bedeutenden Romantikmalers Caspar David Friedrich zwischen der Ostsee und dem Riesengebirge erforschte. Im Fokus stand die Rekonstruktion der Wanderroute Friedrichs sowie der Abgleich seiner Zeichnungen und Bilder von Juli 1810 mit der heute noch erhaltenen Landschaft.
Die Exkursion führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch den Nationalpark Karkonosze, von Schreiberhau (Szklarska Poręba) bis Krummhübel (Karpacz), mit weiteren Stationen bei Warmbrunn (Cieplice) und Seidorf (Sosnówka). Dabei wurden nicht nur die ursprünglichen Blickachsen Friedrichs erkundet, sondern auch Kontakte zu Museen, Bildungseinrichtungen und Touristikern vor Ort geknüpft, um die Zusammenarbeit im grenzüberschreitenden deutsch-polnischen Raum zu stärken.
Im Rahmen der Reise wurden Möglichkeiten erarbeitet, das touristische Potenzial der Romantik und Caspar David Friedrichs Wirkens stärker international zu verankern. Die Ergebnisse der Exkursion sollen perspektivisch in die Vorbereitungen zum 250. Geburtstag Friedrichs im Jahr 2024 einfließen.
Teilnehmer waren Expert*innen und Multiplikator*innen aus Museen, Kultur- und Tourismusverbänden sowie Reiseleiter*innen. Zwei Stimmen aus der Gruppe fassen die Bedeutung der Reise eindrücklich zusammen:
„Die Begegnung mit Caspar David Friedrich an den Originalschauplätzen im Riesengebirge war höchst inspirierend. Ein besonderer Moment war der Blick auf das Berge-Nebelmeer von der Schneekoppe. So wurde Friedrichs Suche und seine Werke noch einmal greifbarer.“ – Susanne Papenfuß, Caspar-David-Friedrich-Zentrum
„Das Nachwandern und Nachsehen hat mir einen neuen Zugang zu Friedrichs Welt ermöglicht. Ich habe körperlich erfahren, welche physischen Herausforderungen er bewältigt hat.“ – Ines Darr, Pommersches Landesmuseum