Schenkung Helmut Börsch-Supan

Symbolbild. Schrift auf dem Bild: Presseinformation des Pommerschen Landesmuseums

Pommersches Landesmuseum erhält von Helmut Börsch-Supan Forschungsmaterial zu Caspar David Friedrich

Professor Dr. Helmut Börsch Supan ist eine prägende Gestalt der Friedrich-Forschung. Seit rund 70 Jahren beschäftigt er sich mit dem wohl berühmtesten Maler des 19. Jahrhunderts. Der Kunsthistoriker ist Greifswald und dem Pommerschen Landesmuseum seit Langem eng verbunden. Nun hat er dem Museum sein gesamtes Caspar David Friedrich betreffendes wissenschaftliches Material vermacht, das für die Friedrich-Forschung von unschätzbarem Wert ist. Wir freuen uns sehr, diese großzügige Schenkung anlässlich der Eröffnung der Galerie der Romantik öffentlich bekannt zu machen. 

Helmut Börsch-Supan zu seiner Schenkung: „Aus besonderer Verbundenheit mit dem Geburtsort Caspar David Friedrichs habe ich mein gesamtes den Maler betreffendes Material dem Pommerschen Landesmuseum übergeben, um so diesen Standort für künftige Beschäftigung mit dem großen Künstler zu stärken. Seit meiner Promotion 1958 mit der Arbeit „Die Bildgestaltung bei Caspar David Friedrich“ habe ich mich mit Schriften, Vorträgen und Führungen immer wieder mit diesem Maler – oft auch streitbar – befasst und für ein tieferes Verstehen geworben, zuletzt 2023 mit dem Buch „Caspar David Friedrich. Seine Gedankengänge“ – eine Summe meiner Einsichten. Dies zu schreiben hat mich der damalige Vorsitzende des Deutschen Vereins für Kunstwissenschaft Wolfgang Augustyn ermutigt. Ihm gilt mein herzlicher Dank. Und noch zwei andere Persönlichkeiten möchte ich dankend nennen: meinen Doktorvater Hans Kauffmann, der mich gelehrt hat, große Kunst sehend zu verstehen sowie meine vor drei Jahren verstorbene Frau Eva, geborene Höllinger, eine bedeutende Schinkelforscherin, die mich 60 Jahre lang begleitet und gestützt hat.“

Das Pommersche Landesmuseum ist aktuell dabei, die Materialien zu archivieren; der Buchbestand ist bereits inventarisiert. Perspektivisch sollen die wichtigsten Konvolute digitalisiert werden, um sie der Forschung besser zugänglich zu machen. Die Schenkung umfasst auch ein Gemälde, das 2026 umfassend untersucht werden soll. Zur inhaltlichen Vorstellung des Bestands ist eine eigene Veranstaltung in Planung. Für die Friedrich-Forschung wird künftig kein Weg mehr an Greifswald vorbeiführen! 

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