Stauffenbergs Gefährten

Unter dem Titel „Stauffenbergs Gefährten. Widerstand und Zivilcourage früher und heute“ fand vom 29. September bis 5. Oktober 2014 im schlesischen Kreisau (Krzyżowa) ein deutsch-polnisches Schülerprojekt statt.
Deutsch-polnisches Schülerprojekt zum Thema „Stauffenbergs Gefährten. Widerstand und Zivilcourage früher und heute“.

Unter dem Titel „Stauffenbergs Gefährten. Widerstand und Zivilcourage früher und heute“ fand vom 29. September bis 5. Oktober 2014 im schlesischen Kreisau (Krzyżowa) ein deutsch-polnisches Schülerprojekt statt.

Anlässlich des 70. Jahrestages des Stauffenberg-Attentats am 20. Juli 1944 beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler aus Hamburg, Greifswald und Stettin (Szczecin) mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Deutschland vor und während des Zweiten Weltkriegs. Ausgehend von den Aktivitäten und Verbindungen des Kreisauer Kreises nach Pommern und Ostpreußen setzten sich Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer ferner mit verschiedenen Formen oppositionellen Handelns, ausgeübt von Einzelpersonen, Gruppen und Institutionen, wie dem Widerstand aus der Arbeiterbewegung, dem bürgerlichen Widerstand, dem Widerstand des Adels, dem religiös motivierten und kirchlichen Widerstand am Beispiel solcher Widerständler wie Dietrich Bonhoeffer, Marion Gräfin Dönhoff, Heinrich Graf von Lehndorff und Elisabeth von Thadden auseinander. Grundsätzlich wurden in Gesprächen und Diskussionen deutlich, dass polnische Schülerinnen und Schüler den Widerstand gegen den Nationalsozialismus anders als deutsche Schülerinnen und Schüler definieren und dass er für sie immer etwas mit offener, kämpferischer Auseinandersetzung und häufig auch Sabotage zu tun hat, während in Deutschland das Denken über eine politische Neuordnung, wie im Fall des Kreisauer Kreises, bereits als Widerstand bezeichnet wird.

Das Projekt fand in Kooperation mit dem Kurt-Körber-Gymnasium in Hamburg, dem Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Greifswald und dem IX. Allgemeinbildenden Lyzeum in Stettin (Szczecin) statt. Es wurde mit der Kulturreferentin für Ostpreußen am Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg konzipiert und durchgeführt. Die seit 2011 bestehende Zusammenarbeit mit der Kulturreferentin für Ostpreußen ist ein gelungenes Beispiel für die Vernetzung unter den §96 BVFG-Einrichtungen und in der Runde der Kulturreferentinnen und -referenten.