Zwischen Filmkunst und Propaganda

Die Vorführung des Vorbehaltsfilms „Kolberg“ (1945) fand im Rahmen der Tagung „Mythos Kolberg – Propaganda im Dienst von Krieg und Frieden“ statt. Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
Vorführung des Vorbehaltsfilms „Kolberg“ (1945), Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung.

Nach dem Erfolg der in Zusammenarbeit mit dem Museum der polnischen Waffen in Kolberg 2011 durchgeführten Tagung und Filmschau „Mythos Kolberg – Propaganda im Dienst von Krieg und Frieden“ fand im März 2014 eine erneute Vorführung des Vorbehaltsfilms „Kolberg“ (1945) statt.

In dem vom Direktor des Pommerschen Landesmuseums, Dr. Uwe Schröder, gehaltenen Vortrag wurden zunächst die Mechanismen der nationalsozialistischen Propaganda und die Geschichte der Filmentstehung vorgestellt. Besonders interessant waren für die Zuschauerinnen und Zuschauer Filmszenen mit Bezug zur Geschichte von Kolberg sowie die Protagonisten wie z. B. der in Stettin geborene Heinrich George und seine Lebensgeschichte. Rund 300 Gäste kamen zur Filmvorführung im Kolberger Kulturzentrum.

Als Vorbehaltsfilme bezeichnet die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung Propagandafilme aus der Zeit des Nationalsozialismus aus ihrem Filmbestand, deren Inhalt rassistisch, antisemitisch, volksverhetzend oder kriegsverherrlichend ist und die deshalb auf Beschluss des Stiftungs-Kuratoriums nicht für den Vertrieb freigegeben werden. Vorbehaltsfilme können nur mit Zustimmung und unter den Bedingungen der Stiftung gezeigt werden.