Zwinger · Palmers Pausen · Schenkung

Präsentation im Foyer des Pommerschen Landesmuseums
16. – 31. August 2022

Der Maler Thorsten Zwinger wurde 1962 in Greifswald geboren. Seit 1992 Ausstellungen im In- und Ausland (Berlin, New York, Taipeh). Seine Werke befinden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen. Zwinger lebt in Greifswald und Berlin. Er wird vertreten durch den Berliner Galeristen Werner Tammen.
„Der Künstler operiert in einem strukturell angelegten Zeichensystem, das es ihm ermöglichen soll, historisch belastete Anhaftungen an Begriffe wie Abstraktion, Gegenständlichkeit, Narration, Illusionismus, Popart, Konzept und Realismus auszuschalten.“
„Er legt über das Nichts einen Glanz, um zu etwas zu kommen, das man das Wenigste nennen könnte. Ausschläge ins Blau, zum Magenta, zur pfirsichfarbenen Geste, die ein Antrag an einen Gedanken ist. Das Gläserne, Glaziale des Fonds erzeugt eine abweisende Oberfläche, jenen notwendigen Abstand, der eine Gegenregung erzeugt – auch wenn es die Verlockung des Frostes oder des Ekels wäre. So eignet dieser Klarheit auch eine Unschuld, eine Zartheit, die entwaffnet. Selbst die Begriffe.“
(Michael Freitag, Lyonel-Feininger-Galerie, Quedlinburg)

 

Mehr Informationen über den Künstler: http://www.nk23.de

Presseinformation zur Schenkungspräsentation

 

Vorschau:

RUDOLF VIRCHOW – eine begehbare Biografie: 06.10. – 13.11.2022

Götz Lemberg: O_D_E_R-CUTS. Porträt einer Grenz.Fluss.Landschaft: 18.11.2022 – 26.03.2023

 

Die Geschichte Pommerns im 20. Jahrhundert – Vollendung der landesgeschichtlichen Dauerausstellung

Vom Ersten Weltkrieg bis zum Beitritt Polens zum Schengener Abkommen

 

Einen ersten Eindruck von der Ausstellung vermittelt Ihnen unser Film.

 

Das 20. Jahrhundert mit seinen Kriegen, vielfachen Systembrüchen und dem gewaltigen Bevölkerungsaustausch bedeutete für die Region die vielleicht größte Zäsur in ihrer Geschichte. Schließlich verschwand der Name Pommern in der DDR fast vollständig. Erst in den letzten 30 Jahren besinnt sich die Region wieder zunehmend auf über Jahrhunderte gewachsene Strukturen. Die Ausstellung zeigt die zahlreichen Facetten dieser Brüche und Kontinuitäten.

 

Neben aussagekräftigen Objekten ergänzen aufwendige Medienstationen und Installationen die Ausstellung, über die vor allem biographische Zugänge zu einzelnen Themenkomplexen angeboten werden.

 

Das Ausstellungsvorhaben realisiert das Pommersche Landesmuseum im Rahmen des Projektes „Gemeinsames Erbe, gemeinsame Zukunft. Die pommerschen Zentralmuseen präsentieren die Geschichte und Kultur Pommerns gemeinsam“ mit dem Stettiner Nationalmuseum (Muzeum Narodowe w Szczecinie). Das Projekt wird gefördert durch das Interreg-V-A-Programm der Europäischen Union.

 

Unser Plakatmotiv: Wieso befindet sich eine Milchkanne voller Wäsche im Museum?

 

Diese Milchkanne vergrub Willi Bock 1945 vor seiner Flucht auf dem Friedhof von Lebafelde (Żarnowska) in Hinterpommern. Darin versteckte er Nacht- und Tischwäsche. Über sechzig Jahre blieb sie in der Erde verborgen. Erst als der Bund der Lebaer den Friedhof wieder instand setzte, wurde sie zufällig wiedergefunden – mit bemerkenswert gut erhaltenem Inhalt.
Diese Objekte sind in unserer neuen Dauerausstellung „Pommern im 20. Jahrhundert“ zu sehen und stehen für eine persönliche Fluchtgeschichte. Auch Alltagsgegenstände, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken, können spannende Geschichten erzählen!

 

Weitere Dauerausstellungen und Gemäldesammlung

Pommern – Land am Meer

Landesgeschichtliche Dauerausstellung

 

14.000 Jahre wechselvoller Geschichte an der südlichen Ostseeküste präsentieren sich zwischen ehemaliger Franziskanerkirche und Stadtmauer – in einem preisgekrönten Bauensemble, das in imposanter Weise Mittelalter, Klassizismus und Moderne miteinander verbindet. Vom Jahrmillionen alten steinernen Fundament über den Bernstein bis zu den landschaftsprägenden Auswirkungen der Eiszeit wird die Bildung der pommerschen Landschaft erfahrbar.

 

Verschiedenartige Exponate zeichnen ein vielgestaltiges Bild der Entwicklung Pommerns seit den ersten Jägern und Sammlern. Mit einer außergewöhnlich spannenden Fundgeschichte glänzt der 2 kg schwere Goldring aus den Wirren der Völkerwanderungszeit. Einen beeindruckenden Höhepunkt bildet der einzigartige 30 m2 große Croy-Teppich, ein Zeugnis der hohen Kultur am Hofe der Greifen, des pommerschen Herrschergeschlechts.

 

„Pommernland ist abgebrannt“ – der Dreißigjährige Krieg wütet fürchterlich. Danach regiert Schweden neben Brandenburg fast 200 Jahre lang Teile Pommerns. In der Preußenzeit schließlich werden aus Fischerdörfern mondäne Bäder. Eindrucksvoll präsentiert sich die Prunkvase von Eldena, die dem Direktor der Landwirtschaftsakademie Eldena 1837 von seinen dankbaren Studenten überreicht wurde.

Caspar David Friedrich und mehr ...

„Publikumslieblinge“ der Gemäldesammlung

 

Die Galerie des Pommerschen Landesmuseums wird in den nächsten Jahren mit dem Schwerpunkt Romantik umgestaltet. Als Neubau tritt eine „Kapelle“ hinzu, die den Besucher auf das Werk Caspar David Friedrichs einstimmen soll. Während der Bauzeit werden die „Publikumslieblinge“ unserer hochkarätigen Sammlung im Konventshaus ausgestellt. Frans Hals, Caspar David Friedrich und van Gogh freuen sich unter neuen „Nachbarn“ auch weiterhin auf Ihren Besuch!