Götz Lemberg: O_D_E_R-CUTS.
Porträt einer Grenz.Fluss.Landschaft

Kabinettausstellung
18.11.2022 – 26.03.2023

 

Jede Region hat eine Lebenslinie, die sie bestimmt. Die Ausstellung macht deutlich, wie sehr die Landschaft von der Oder versorgt, durchzogen und beeinflusst wird. Immer wieder zeigt das Fotoporträt die Oder als Raum voller überraschender Naturerlebnisse und historischer Bezüge.

Beeindruckende Fotografien zeigen den Fluss aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel. Sie sind aus der Perspektive des Flusses aufgenommen: Die Oder schaut gewissermaßen zurück. Von der Oder-Neiße-Mündung bis nach Stettin wird jeden Kilometer ein fotografischer Schnitt – „Cut“ – durch die Landschaft auf beiden Seiten des Flusses gemacht. Erweitert wird dieser künstlerische Ansatz mit den „Combines“ – großen Fototableaus, die aus Einzelaufnahmen der Oderregion auf beiden Seiten des Flusses bestehen. Beide fotografischen Ansätze ergeben in ihrer Gesamtheit ein umfassendes künstlerisches Porträt der Oder und ihres Umlands.

Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa in Potsdam anlässlich des Themenjahres „Land in Sicht! Pommern jenseits der Strände“ und der Kulturreferentin für Pommern und Ostbrandenburg. Die Ausstellung wurde ermöglicht durch das Ministerium der Finanzen und für Europa des Landes Brandenburg und die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Mittelbrandenburgischen Sparkasse mit Hilfe des PS-Lotterie-Sparens.

Weitere Ausstellungsstationen: Muzeum Narodowe w Szczecinie (Nationalmuseum Stettin), Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte Potsdam, Schloss Neuhardenberg, Muzeum Miejskie Wrocławia (Städtisches Museum Breslau).

 

Bei der Eröffnung am 17. November um 18 Uhr ist Dr. Harald Roth, Direktor unseres Kooperationspartners Deutsches Kulturforum östliches Europa, anwesend. Der Künstler Götz Lemberg führt in sein Werk ein.

Ein dreisprachiger (deutsch-polnisch-englischer) Ausstellungskatalog ist im Museumsshop erhältlich (29,95 €).

 

Bildung und Vermittlung: Dreimastig auf Haff und Oder

Wir besuchen die alte Hafenstadt Swinemünde und betrachten das Gemälde „Swinemünde bei Mondschein“ von Johann Christian Dahl. Auf einem alten pommerschen Segelkahn schippern wir dann von Swinemünde nach Stettin, gehen dort an Land und schlendern durch die Altstadt. Angeregt durch die „ODER-CUTS“ von Götz Lemberg fertigen wir eigene „Landschaftsmosaiken“ als kleine Geschenke zum Mitnehmen.

Dauer: 1,5 h, Kosten: 3,50 €/Kind, ab 5 Jahren, für Gruppen nach Voranmeldung: Korinna Friedrichs, friedrichs(at)pommersches-landesmuseum.de, +49 (0) 3834 83 12 22

Familiennachmittag in den Winterferien: Sonnabend, 11.02.2023, 14.30–16.00 Uhr

 

Die Geschichte Pommerns im 20. Jahrhundert – Vollendung der landesgeschichtlichen Dauerausstellung

Vom Ersten Weltkrieg bis zum Beitritt Polens zum Schengener Abkommen

 

Einen ersten Eindruck von der Ausstellung vermittelt Ihnen unser Film.

 

Das 20. Jahrhundert mit seinen Kriegen, vielfachen Systembrüchen und dem gewaltigen Bevölkerungsaustausch bedeutete für die Region die vielleicht größte Zäsur in ihrer Geschichte. Schließlich verschwand der Name Pommern in der DDR fast vollständig. Erst in den letzten 30 Jahren besinnt sich die Region wieder zunehmend auf über Jahrhunderte gewachsene Strukturen. Die Ausstellung zeigt die zahlreichen Facetten dieser Brüche und Kontinuitäten.

 

Neben aussagekräftigen Objekten ergänzen aufwendige Medienstationen und Installationen die Ausstellung, über die vor allem biographische Zugänge zu einzelnen Themenkomplexen angeboten werden.

 

Das Ausstellungsvorhaben realisiert das Pommersche Landesmuseum im Rahmen des Projektes „Gemeinsames Erbe, gemeinsame Zukunft. Die pommerschen Zentralmuseen präsentieren die Geschichte und Kultur Pommerns gemeinsam“ mit dem Stettiner Nationalmuseum (Muzeum Narodowe w Szczecinie). Das Projekt wird gefördert durch das Interreg-V-A-Programm der Europäischen Union.

 

Unser Plakatmotiv: Wieso befindet sich eine Milchkanne voller Wäsche im Museum?

 

Diese Milchkanne vergrub Willi Bock 1945 vor seiner Flucht auf dem Friedhof von Lebafelde (Żarnowska) in Hinterpommern. Darin versteckte er Nacht- und Tischwäsche. Über sechzig Jahre blieb sie in der Erde verborgen. Erst als der Bund der Lebaer den Friedhof wieder instand setzte, wurde sie zufällig wiedergefunden – mit bemerkenswert gut erhaltenem Inhalt.
Diese Objekte sind in unserer neuen Dauerausstellung „Pommern im 20. Jahrhundert“ zu sehen und stehen für eine persönliche Fluchtgeschichte. Auch Alltagsgegenstände, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken, können spannende Geschichten erzählen!

 

Weitere Dauerausstellungen und Gemäldesammlung

Pommern – Land am Meer

Landesgeschichtliche Dauerausstellung

 

14.000 Jahre wechselvoller Geschichte an der südlichen Ostseeküste präsentieren sich zwischen ehemaliger Franziskanerkirche und Stadtmauer – in einem preisgekrönten Bauensemble, das in imposanter Weise Mittelalter, Klassizismus und Moderne miteinander verbindet. Vom Jahrmillionen alten steinernen Fundament über den Bernstein bis zu den landschaftsprägenden Auswirkungen der Eiszeit wird die Bildung der pommerschen Landschaft erfahrbar.

 

Verschiedenartige Exponate zeichnen ein vielgestaltiges Bild der Entwicklung Pommerns seit den ersten Jägern und Sammlern. Mit einer außergewöhnlich spannenden Fundgeschichte glänzt der 2 kg schwere Goldring aus den Wirren der Völkerwanderungszeit. Einen beeindruckenden Höhepunkt bildet der einzigartige 30 m2 große Croy-Teppich, ein Zeugnis der hohen Kultur am Hofe der Greifen, des pommerschen Herrschergeschlechts.

 

„Pommernland ist abgebrannt“ – der Dreißigjährige Krieg wütet fürchterlich. Danach regiert Schweden neben Brandenburg fast 200 Jahre lang Teile Pommerns. In der Preußenzeit schließlich werden aus Fischerdörfern mondäne Bäder. Eindrucksvoll präsentiert sich die Prunkvase von Eldena, die dem Direktor der Landwirtschaftsakademie Eldena 1837 von seinen dankbaren Studenten überreicht wurde.

Caspar David Friedrich und mehr ...

„Publikumslieblinge“ der Gemäldesammlung

 

Die Galerie des Pommerschen Landesmuseums wird in den nächsten Jahren mit dem Schwerpunkt Romantik umgestaltet. Als Neubau tritt eine „Kapelle“ hinzu, die den Besucher auf das Werk Caspar David Friedrichs einstimmen soll. Während der Bauzeit werden die „Publikumslieblinge“ unserer hochkarätigen Sammlung im Konventshaus ausgestellt. Frans Hals, Caspar David Friedrich und van Gogh freuen sich unter neuen „Nachbarn“ auch weiterhin auf Ihren Besuch!