Historisches Schwarzweißfoto: Am Strand gehen zwei junge Frauen mit einer als Eisbär verkleideten Person auf den Betrachter zu. Daneben Kinder, im Hintergrund weitere Personen. Darunter die Angabe: Juli 1936.
Edith Schlomann (l.) am Strand von Swinemünde, 1936, Kurt and Edith Brent: personal papers, The Wiener Holocaust Library Collections.

Das Leben festhalten. Deutsch-jüdische Privatfotografie in den 1930er Jahren

Vortrag und Lesung von Robert Mueller-Stahl

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Eintritt: 3,50 €

Regionale Reihe

Zuhause, am Strand, beim Sport, selbst auf der Flucht und nach der Ankunft im Exil: Während der Zeit des nationalsozialistischen Terrors hielten Jüdinnen und Juden ihren Alltag mit der Kamera fest und bewahrten ihre Fotos oft in selbst gestalteten Alben auf. Die herausgestellte Leichtigkeit und die Normalität der Bilder stehen quer zum Wissen um die Anfeindung und Entrechtung, die die Abgebildeten als Juden erfuhren. Eben dadurch gewinnen sie aber an Bedeutung.

Anhand einer sensiblen Analyse von mehr als hundert größtenteils unbekannten Sammlungen hat Robert Mueller-Stahl untersucht, wie die private Fotografie für Jüdinnen und Juden zu einem Medium der Selbstbestimmung wurde. Die Fotos widersetzen sich nicht nur den Blicken der Tätergesellschaft, sie fordern auch die heutigen Vorstellungen über das jüdische Leben der Zeit heraus. Inmitten von Verfolgung und Vernichtung sind es Zeugnisse des Lebens.

Robert Mueller-Stahl ist Historiker mit Schwerpunkt auf der deutsch-jüdischen Geschichte. Aus seiner Promotion heraus hat er die Ausstellung „Das Leben festhalten. Fotoalben jüdischer Familien im Schatten des Holocaust“ kuratiert, die von Juni 2024 – Mai 2025 im Schöneberg Museum in Berlin lief. Sein Buch „Das Leben festhalten. Deutsch-jüdische Privatfotografie in den 1930er Jahren“ erscheint im April im Wallstein Verlag.

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Zur Publikation

Robert Mueller-Stahl: Das Leben festhalten. Deutsch-jüdische Privatfotografie in den 1930er Jahren, Göttingen 2026.

Zur Publikation auf der Seite des Wallstein-Verlags