Geschichte im Dialog
Aufarbeitung von NS-Verbrechen in Pommern
Programm
Kooperationsprogramm Interreg VI A Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polen im Rahmen des Ziels „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) INTERREG VI A
Projektnummer und -titel
INT0700204 Geschichte im Dialog: Aufarbeitung von NS-Verbrechen in Pommern
Leadpartner

Pommersches Landesmuseum
Rakower Straße 9
17489 Greifswald
Deutschland
Partner
Uniwersytet Szczeciński
(Universität Stettin)
al. Papieża Jana Pawła II 22a
70-453 Szczecin
Polska
Umsetzungszeitraum
Die Projektumsetzung erfolgt in den Jahren 2026–2028.
Projektbeschreibung
Das Pommersche Landesmuseum nimmt im Dialog mit der Universität Stettin die Geschichte des Nationalsozialismus in den Blick. Grenzüberschreitend werden Forschung und Vermittlung miteinander verbunden.
In Greifswald steht die Wanderausstellung „KZ überlebt. Porträts von Stefan Hanke“ im Fokus. Bei begleitenden Vorträgen und Veranstaltungen werden Bezüge zur nationalsozialistischen Geschichte in Pommern gezogen.
In der Dauerausstellung „Pommern – Land am Meer“ sind im Bereich zum 20. Jahrhundert bereits viele Aspekte der Zeit von 1933 bis 1945 dargestellt, die im Begleitprogramm vertieft werden. Dazu gehören Konzentrationslager in Pommern wie das frühe Lager Bredow in der Stettiner Vulkanwerft und das KZ Barth.
In der Dauerausstellung kommen auch Überlebende in Interviews mit Zeitzeug*innen zu Wort. In der Fotoausstellung kann eine Auseinandersetzung mit Überlebenden der Konzentrationslager vermittelt durch die Porträts ermöglicht werden. Die Fotografien sind berührend, sie rufen Empathie hervor, aber auch Trauer und Wut, Fassungslosigkeit, Mitgefühl und Respekt.
Durch Forschungen am Historischen Institut der Universität Szczecin sollen die oft vergessenen Lager in Vor- und Hinterpommern weitergehend untersucht und die Ergebnisse an die deutsch-polnischen Öffentlichkeit weitergeben werden. Dafür soll eine neue Wanderausstellung entstehen mit dem Titel: „Arbeitslager in der historischen Landschaft des Ober-Odergebiets – Königsberg/Chojna und Pölitz/Police“.
Begleitend zu den Ausstellungen findet ein Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Institutionen beiderseits der Grenze zur Geschichte des Nationalsozialismus in Form von Vortragsreihen, Konferenzen und Studienreisen sowie ein Gedenkkonzert statt.



