Inmitten eines sonnigen, herbstlichen Waldes stehen alte Grabsteine mit hebräischen Inschriften in einem Bereich, der von einem Jägerzaun umgrenzt ist. Links im Hintergrund ist der Strelasund zu sehen.
Der jüdische Friedhof Niederhof, Foto: Joachim Krüger

Der Friedhof von Niederhof – Der älteste jüdische Friedhof in Vorpommern

Vortrag mit Buchvorstellung von PD Dr. Joachim Krüger

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Eintritt: 3,50 €

Regionale Reihe

Erstmals werden mit dem vorgelegten Buch die erhaltenen Grabsteine und ihre Inschriften erfasst, übersetzt und kommentiert. Ergänzt werden sie durch Biografien der bestatteten Personen. Eine Quellenedition von Dokumenten zur Geschichte des Friedhofs komplettiert den Band.

Vorangestellt wird eine historische Einordnung des jüdischen Friedhofs von Niederhof. Ab 1757 zog eine kleine Gruppe von Juden ins schwedisch-pommersche Stralsund. Gerufen wurden sie vom dortigen Bankier Joachim Ulrich Giese, der gemeinsam mit Adolf Friedrich von Olthof im Auftrag der schwedisch-pommerschen Regierung eine Münzstätte einrichten sollte. Das war der Ausgangspunkt für die späteren jüdischen Ansiedlungen in den schwedisch-pommerschen Städten, u.a. in Greifswald. Die wachsende jüdische Gemeinde durfte ihre Toten allerdings nicht auf dem Gebiet der Stadt Stralsund bestatten. Giese stellte ihnen deswegen 1776 einen Platz auf seinem Gut Niederhof zur Verfügung. Der Friedhof wurde bis 1850 genutzt und überdauerte die Zeit des Nationalsozialismus. Er gehört zu den ältesten noch existierenden jüdischen Friedhöfen an der südlichen Ostseeküste.

In Kooperation mit der Kulturreferentin für Pommern und Ostbrandenburg und der Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst.

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Zur Publikation

Andreas Ruwe: Der Friedhof von Niederhof. Der älteste jüdische Friedhof in Vorpommern als Spiegel jüdischen Lebens. Rekonstruiert, transkribiert und kommentiert. Unter Mitwirkung von Nathanja Hüttenmeister und Joachim Krüger.

Zur Publikation auf der Seite des Solivagus-Verlags