Nachbildung einer Totenkrone von 1797 in der historischen Dauerausstellung „Pommern/Pomorze – Land am Meer“. Foto: Cedric Isbrandt
Nachbildung einer Totenkrone von 1797 in der historischen Dauerausstellung „Pommern/Pomorze – Land am Meer“. Foto: Cedric Isbrandt

Totenkronen – Filigrane Zeugnisse aus Kirchen und Gräbern

Vorträge von Dr. Sylvia Müller-Pfeifruck und Renate Samariter

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Eintritt: 3,50 €

Mit Bändern und Blumen geschmückte Kronen erinnerten bis ins 19. Jahrhundert in Kirchen an jung verstorbene Menschen. Die Totenkronen zeugen von künstlerischer Trauerarbeit und einer vergessenen Erinnerungskultur. Sie galten als Ersatz einer christlichen Hochzeit und damit verbundenen Krönung. Auch bei archäologischen Ausgrabungen konnten Totenkronen als Grabbeigaben gefunden werden.

Das Pommersche Landesmuseum zeigt in der historischen Dauerausstellung eine Totenkrone aus der Kirche Morgenitz auf Usedom von 1797 als eine detailtreue Kopie. Vor dem Bau der neuen Kapelle für die Galerie der Romantik fanden Ausgrabungen im Bereich der ehemaligen Kirche des Franziskanerklosters statt. Bei den Bestattungen lagen auch Reste von Totenkronen.

Die Bau- und Kunsthistorikerin Dr. Sylvia Müller-Pfeifruck beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Geschichte und Bekanntmachung des Totenkronenbrauchs. Sie ermöglicht einen Einblick in die Kultur von Totenkronen weltweit mit einem Fokus auf Mecklenburg-Vorpommern.

Renate Samariter leitete als Archäologin die Grabungen am Pommerschen Landesmuseum im Jahr 2019. Gemeinsam mit Grabungsarbeiter*innen sicherte sie die Funde und ordnete diese kulturhistorisch ein. Es konnten acht Totenkronen für verstorbene Kinder identifiziert werden.

In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zur Förderung des Pommerschen Landesmuseums und der Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst.

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In einer zylindrischen Vitrine liegt eine Totenkrone. Dahinter sieht man eine Wand mit einem Schriftzug. Alles ist eher dunkel, nur die Krone ist angeleuchtet.
Totenkrone in der Galerie der Romantik. Foto: André Gschweng