Ernst Schroeder (1928–1989), Fisch und Kanne. Kopierstift, Tinte, Kugelschreiber und Tusche auf Papier, 1952/58

Von der Einfachheit der Dinge – Stillleben von Ernst Schroeder

Arbeiten auf Papier aus dem Bestand des Pommerschen Landesmuseums

Kabinettausstellung

Innerhalb der Reihe der Ausstellungen im Foyer des Pommerschen Landesmuseums stellen wir mit 30 ausgewählten Zeichnungen, Tuschen und Aquarellen einen kleinen Ausschnitt aus dem grafischen Schaffen Ernst Schroeders (1928–1989) vor. Sie belegen, welch starken Einfluss die Kindheits- und Jugendjahre in Stettin (Szczecin), Swinemünde (Świnoujście) und Bansin auf das Schaffen des Künstlers hatten.

Auch während seiner Studienzeit von 1949–1954 an der Hochschule für bildende Künste Berlin-Charlottenburg bei Max Kaus und seiner Meisterschülerzeit bei Max Pechstein sowie in den darauffolgenden Jahren von 1956–1958 als Meisterschüler an der Akademie der Künste der DDR bei Otto Nagel und Heinrich Ehmsen besuchte er in den Sommermonaten Usedom und pflegte dort die Bekanntschaft mit den Malern Otto Manigk, Herbert Wegehaupt, Rosa Kühn und Otto Niemeyer-Holstein. Letztere Künstler unterstützten ihn auch bei seiner Hinwendung zum einfachen Leben. Zu seinen Lieblingsmotiven gehörten stille menschenleere Fischerorte, der Fensterausblick, Reusen und Netze, Stillleben mit Gläsern, Kannen, Fischereiwerkzeug und zahlreiches Meeresgetier, vor allem der gefangene, an Land gebrachte Fisch.

In Schroeders Zeichnungen finden wir fern jeder Artistik und Virtuosität in eine konzentrierte und überzeugende Formsprache übersetzt seine Würdigung für die einfachen Dinge des Lebens.